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9 Kommentare zu “Kontakt

  1. Sehr geehrter Herr Fricker
    Ich lese heute morgen über Ihre gestrigen Äusserungen zu Schweinetransporten. Sie entschulden sich unmittelbar danach für den unangemessenen Vergleich mit Transporten in Konzentrationslagern während der Nazizeit. Als Mensch mit jüdischen Vorfahren frage ich mich, warum dieser Vergleich nicht angemessen sein soll. Ich sehe ehrlicherweise durchaus Parallelen. Was genau soll daran verwerflich sein? Vielleicht liege ich falsch, lasse mich dann gerne eines Besseren belehren.
    mfG, Jan Bollag

    1. Danke, Herr Bollag, das sehe ich auch so. Er hat nicht die Juden mit Schweinen verglichen, sondern die Ausweglosigkeit der Lage und das unendliche Leid. Deshalb verstehe ich die Aufruhr nicht und den Rücktritt schon gar nicht!

  2. Sehr geehrter Herr Fricker
    Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, was dieser Aufstand gegen ihren Vergleich soll. Jeder Mensch weiss, was Sie damit sagen wollten. Und es ist absolut nicht gegen die Juden gerichtet!
    Ich bin voll derselben Meinung wie Sie. Es ist unglaublich, dass es Menschen gibt, die so mit Tieren umgehen können. Diese sind die wahren Schweine! ( Ohne das ich damit den Schweinen zu nahe treten möchte!)
    Schade, dass Sie zurückgetreten sind. Wieder ein Kämpfer für die Rechte der Tiere weniger. Wo führt dieses ewige Gewinndenken auf Kosten der Tiere nur noch hin?
    Bitte machen Sie weiter!

    Mit freundlichen Grüssen

    Andy Käppeli

    1. Ich bin absolut der gleichen Meinung wie Herr Käppeli! Und an alle die Heuchler da draussen (insbesondere, aber nicht nur, innerhalb der eigenen Partei): Zeigt mit dem Finger auf die wahren Täter – auf all jene die aus Profitgier dermassen unmenschlich umgehen mit wehrlosen Kreaturen. Indem Sie wegschauen und vom Thema ablenken machen Sie sich auch zu Tätern!

      Aber wie sollen wir verantwortungsvoll mit Tieren umgehen – wenn wir schon dermassen rücksichtslos auf einen Mitmenschen „einschlagen“ – und das nur, weil er sich für einen kurzen Moment politisch unkorrekt verhalten und sich danach sofort entschuldigt hat? Nicht Herr Fricker sollte sich schämen – sondern alle diejenigen welche nun (aus politischem Kalkül?) dermassen auf ihn eindreschen!

  3. Lieber Herr Fricker

    Sie haben nichts falsches gesagt. Sie haben eine Grosse Mehrheit vom Volk ausgsesprochen. Viele denken es haben aber nicht den Mut dies auszusprechen.

    Sie hätten nicht aus dem Nationalrat austreten müssen. Vielleicht war es einfach die falsche Partei.

    VG
    Francesco Esposito

  4. Hallo,
    als ehemaliges Gründungsmitglied der GRÜNEN in Deutschland und mit vielen noch aktuellen Kontakten zu den früheren „Fundis“ wie Jutta Ditfurth, Thomas Ebermann und Rainer Trampert kann ich die Grünen seit Aufgabe ihrer Grundprinzipien Anfang der 90er Jahre nur noch bekämpfen und als Blogger kritisch begleiten. Soviel vorab.

    Der Rücktritt war nicht nötig. Es gab ja auch schon mal einen vergleichbaren Aufreger wegen des Begriffs „Hühner-KZ“. Nun mal wieder der Vergleich mit Tiertransporten.

    In der Tierrechtsszene wurde dieser Vorwurf des unzulässigen Vergleichs gründlich durchgenudelt. Im Ergebnis sehen Tierrechtler, Tierbefreier und autonome Tierschützer durchaus vergleichbare Kriterien: Auch Schweine werden völlig verwertet. Bei den Juden waren es zuerst das Vermögen, die Wertsachen und die Wohnungen. In den Lagern dann die totale Ausbeutung der Arbeitskraft und Verwertung von Brillen, Schuhen, Haaren, Körperfett, Haut, Kleidung usw. Selbst die Asche der verbrannten Leichen wurde teilweise noch i Winter als Streugut verwendet. Gleich ist auch die industrielle Organisation der Vernichtung und Verwertung vom Transport bis zur Verbrennung.

    Aber es gibt auch enorme Unterschiede, was nicht heißt, dass ein Vergleich unzulässig sei. Nicht zu verwechseln mit einer Gleichsetzung, denn das wäre falsch. Das haben Sie nicht getan, Sie haben nicht gleichgesetzt.

    Ich schließe mit einem Zitat, das komprimiert so lautet:
    „Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt, es sind ja nur Tiere.“
    Theodore W. Adorno in „Minima Moralia“, Aphorismus 68.

    1. Ich bin erstaunt und konsterniert, dass sich hier unter dem Label „Kontakt“ Leute bei Ihnen melden und sich mit Ihnen solidarisch erklären, diese aber aus Ihrer Sicht keiner Antwort würdig sind. Das ist jetzt grüner Stil und grüne Bürgernähe?

  5. Sehr geehrter Herr Fricker

    Ich bin wie Sie Mathelehrer (am Gymer) und möchte Ihnen miteilen, dass ich grossen Respekt für Ihren Mut habe, Massentierhaltung mit dem Holocaust der Juden im zweiten Weltkrieg zu vergleichen. Leider sind Sie dann offensichtlich gezwungen worden, Ihren Job als Nationalrat freizustellen. Die Blick-Zeitung hat dabei wahrscheinlich eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Ich finde dies sehr bedauerlich, weil damit eine Stimme weniger vorhanden ist, die sich für Tiere einsetzt.

    Das Wort „Holocaust“ kommt vom Griechischen und bedeutet „Tieropfer“. Also steckt der Vergleich mit Tieren in diesem Wort selbst, das geläufig um die Judenverfolgungen im zweiten Weltkrieg zu bezeichnen. Deshalb ist mit dieser heuchlerischen Empörung über Ihren Vergleich klar die Wahrheit mit Füssen getreten worden. Es wurde Ihnen vorgeworfen, Juden mit Schweinen gleichzusetzen, was eine völlige Verzerrung Ihrer Aussagen darstellt. Offensichtlich hat sich die Fleisch konsumierende Mehrheit in die Ecke der passiven Täter gedrängt gefühlt und als Ablenkungsmanöver diese Empörung inszeniert. Was die Leute offensichtlich nicht verstehen oder verstehen wollen ist, dass ein solcher Vergleich die Juden keinesfalls mit Schweinen gleichstellt. Vergleichen heisst nicht gleichstellen. Gleiches mit Gleichem zu vergleichen ergibt keinen Sinn. Nur unterschiedliche Objekte lassen sich miteinander vergleichen. Also impliziert irgendein Vergleich stillschweigend Ungleichheit zwischen den Vergleichsobjekten. Von daher ist es eine völlige Wahrheitsverdrehung, Ihnen diesen obgenannten Vorwurf zu machen.

    Dies ändert nichts daran, dass es Gemeinsamkeiten gibt. Die Juden wurden von den Nazis als niedrige Rasse eingestuft, als weniger entwickelt als die „arische Rasse“, der sie anzugehören glaubten. Sie wurden also mehr als Tier denn als Mensch betrachtet. Deshalb haben sie die Juden auch verfolgt und auszurotten versucht, und eben behandelt wie Tiere. Dies ist auch der Grund, weshalb sich die Nazis erlaubt haben, grausame Experimente an Juden durchzuführen. Ergo, eine Gemeinsamkeit besteht darin, dass den Juden als niedrige betrachtete Rasse das Recht der Würde entzogen wurde, so wie eben auch Tieren in Massenproduktionsstätten diese Würde entzogen wird.

    Eine andere offensichtlichere Gemeinsamkeit besteht in der Leidensfähigkeit von Mensch und Tier. Sicher sind Menschen verschieden von Tieren. Aber ist dieser Unterschied so gross, dass es einerseits ein Verbrechen ist, Menschen wie Dreck zu behandeln, aber andererseits ok, wenn dies gegenüber Tieren stattfindet? Leider denken viele Menschen so, wozu Descartes mit seiner Philosophie, die Tiere zu gefühlslosen Objekten degradiert, einiges dazu beigetragen hat.

    Schade, dass sie zurückgetreten sind. Sie hätten nicht auf Jo Lang hören sollen. Ich hoffe, dass wir von Ihnen noch in einer anderen Position hören werden und Sie sich in Zukunft weiterhin für Umwelt und Tier einsetzen. Nebenbei erwähnt: anstatt zurückzutreten hätte ich es an Ihrer Stelle bevorzugt, die entsprechenden Blickredaktoren wegen Rufschädigung einzuklagen…

    Mit freundlichen Grüssen
    Ulrich Utiger

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