5 Kommentare zu “Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund nimmt meine Entschuldigung an

  1. Lieber Jonas
    wir haben ja damals in Winti zusammen gearbeitet. Lass dich nicht fertig machen. Auch dieser Shitstorm geht vorbei. Ich habe selber jüdische Familie und viele ermordete Verwandte in Deutschland. Ich finde deinen Vergleich nicht so schlimm. No worries. Dass man beim einen auch ans andere denken kann, kann man ja wohl nicht verbieten. Assoziationen sind möglich, auch wenn sie vielleicht auf andere schräg wirken.
    Lieber Gruss, Richi

  2. Nur Mut! Ich finde diesen Vergleich sehr passend – wohl weil er mir selber auch schon in den Sinn gekommen ist, und zwar Jahre vor Jonas Fricker. Ich finde, er verharmlost absolut! nicht! die KZ und die Judendeportationen des zweiten Weltkriegs, sondern er zeigt, dass wir mit Tieren heute so unsagbar umgehen wie die Nazis damals mit Menschen. Wir ziehen Tiere im Tier-KZ gross, und dann lassen wir es nicht beim töten, sondern essen sie nachher noch auf und behandeln sie generell so, als ob sie einfach Material wären und nicht fühlende, bewusste Wesen. In der Äusserung von Jonas Fricker habe ich nicht eine Abwertung der Juden gehört, sondern eine Aufwertung der Tiere und ich finde es schade, dass das nicht verstanden wurde. Anstatt der Aufregung über die WWII Juden sollte es eine Aufregung geben über heutige Tierfabriken und unserer Haltung Tieren gegenüber ganz allgemein.

  3. Sehr geehrter Herr Wollf, Herr Fricker

    Der Kommentar von Herr Fricker in aller Öffentlichkeit im Schweizer Parlament auf Video aufgenommen war wohl das dümmste was man als Politiker machen kann und schickt 100%ig antisemitische Sentimente gegen Juden innerhalb der Schweiz und kann man leider sogar als ein Freudscher Versprecher deuten. Herr Wolff , Ihre Verunglimpflichung finde ich enorm beschämend und sehr disrespektvoll gegenüber Ihrer eigenen ermordeten Verwandschaft.

    Shayel

  4. Sehr geehrter Herr Jonas Fricker,

    Ich bin entsetzt ab den Reaktionen der Bevölkerung und Ihrer Partei. Wenn man genauer hinhört und hinschaut, merkt man doch, dass Sie das Leid, das Lebewesen, egal ob Mensch oder Tier aus unerfindlichen Gründen heraus ertragen müssen in den Vordergrund gestellt und absolut keinen Vergleich zwischen Juden und „Säuen“ gezogen. Nein, Sie haben nämlich nur das, was Lebewesen untereinander verbindet, nämlich das unsägliche Leid das ihnen angetan werden kann als Beispiel genannt und sich erschüttert gezeigt darüber. Ich finde es sogar falsch, dass Sie sich entschuldigt haben dort und da, die, die geneigt sind, alles als Beleidigung anzusehen und sich überall übermässig überempfindlich zu zeigen, gehören an den Pranger gestellt, nicht Sie. Es gehört doch gesunder Menschenverstand dazu, was Sie gesagt haben, auch sagen zu können, aber die Reaktionen, auch Ihrer eigenen Partei sind verachtenswert, hätte man Ihnen genau zugehört (das behaupte ich zumindest) hätte man nämlich sehr gut verstanden, wie man diese Aussage zu verstehen hat. Für mich unbegreiflich, dass jemand, der gegen Leid und Ausbeutung und unzumutbare Zustände für Mensch und Tier ist, eine solch unwürdige Behandlung erfährt. Ich hoffe, dies macht Ihnen wieder etwas Mut, sich gegen all diese Behauptungen zu stellen, die gerade im Umlauf sind. Mit freundlichem Gruss Frau

  5. Lieber Herr Fricker
    Ich kann mich dem Kommentar von Frau Ipekoglu nur anschliessen – wie leicht geht unter dem Geschrei der political correctness die Sache vergessen, und die ist die von Ihnen geäusserte Sorge um Tierwohl und Umwelt. Wer, wie ich, schon mal in einem Schlachthof war, wird Ihren assoziativen Vergleich verstehen und es ist ja schon seltsam, dass man sagen darf, dass Menschen wie Vieh behandelt werden, Z. B. beim Transport in ein KZ, aber nicht umgekehrt. Es scheint noch ein langer Weg, bis wir uns einen grundsätzlichen Respekt für die Würde auch nichtmenschlicher Tiere erringen können. Ihnen wünsche ich, dass Sie trotz Ihres Rücktritts ein Wirkungsfeld finden, wo Ihre humanistische Redlichkeit konstruktiv für eine bessere Welt eingesetzt werden kann. Mit herzlichen Grüssen, Jan Suter, Dr. phil., Museumsaufsicht

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