Arbeitsplätze schaffen mit erneuerbaren Energien

Die Grünen wollen einen geordneten Ausstieg aus der nuklearen und der fossilen Energie – sowie einen konsequenten, wirtschaftsfreundlichen Einstieg in eine Energiestrategie mit Fokus auf Effizienz und erneuerbare Energien. Damit sollen zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen und Umwelt und Klima geschützt werden.

Bild1.1_erneuerbar.jpg.2015-08-07-15-11-19Rund 80 Prozent des Energiebedarfs in der Schweiz stammt aus fossilen oder atomaren Quellen. 13 Mia. Franken (80 Prozent aller Energieausgaben) fliessen jährlich ins Ausland in die Taschen globaler Energiemultis. Nur 3 Mia. Franken beziehungsweise 20 Prozent bleiben in der Schweiz. Dieses Verhältnis muss umgekehrt werden. Die Grünen, aber auch parteiunabhängige Experten, haben in detaillierten Szenarien aufgezeigt, dass die Schweiz sich bis 2050 zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen kann. Es ist nur eine Frage des Willens zur Umsetzung. Dabei hat die Politik die wichtige Rolle, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Wirtschaft ihre Innovationskraft für die Energiewende einsetzt. Die beiden wichtigen Pfeiler der Wende sind der geordneten Ausstieg aus Atomenergie und fossiler Energie sowie der konsequente Einstieg in Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Energie Sparen und den Aufbau intelligenter Verteilnetze.

Klar ist, dass die Wirtschaft nur dann im grossen Stil in die Cleantech-Branche investiert, wenn die Politik Planungssicherheit und klare Rahmenbedingungen bietet. Ansonsten bleibt der grosse Innovationsschub wie bis anhin aus.

Die Grünen fordern unter anderem darum, dass der geordnete Atomausstieg endlich verbindlich terminiert wird. Leider sieht die Energiestrategie 2050 des Bundesrats keine befristeten Laufzeiten für Atomkraftwerke vor. Darum braucht es die Atomausstiegs-Initiative der Grünen, welche verlangt, dass keine Anlagelänger als 45 Jahre am Netz bleiben darf. Die geplante Endlosverlängerung ist ein massives Sicherheitsrisiko und zudem innovationsfeindlich. Denn nur mit verbindlichen Abschaltterminen werden Investitionen rechtzeitig in erneuerbare Energien und in die Energieeffizienz umgelenkt.

In der Schweiz stehen die ältesten Atomkraftwerke der Welt. Nach heutigen Sicherheitsstandards dürften sie gar nicht mehr gebaut werden. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) räumt ein, dass die Schweizer Anlagen 10 bis 20mal gefährlicher seien als die nach neuesten technischen Standards gebauten.

Neben dem Atomausstieg sind auch der Klimaschutz und der Schutz der Landschaft Kernanliegen der Schweizer Bevölkerung. Die Grünen Szenarien zeigen, dass dies möglich ist. Allerdings braucht es mehr Anstrengungen, was die Energieeffizienz, das Energie Sparen und die Förderung erneuerbarer Energien angeht. Dann ist es möglich, die Schweizer Atomkraftwerke am Ende ihrer Lebensdauer von 40 Jahren, spätestens aber nach 45 Jahren, abzustellen und gleichzeitig unseren ökologischen Fussabdruck auf eine Erde zu reduzieren. Dazu müssen die CO2-Emissionen auf eine Tonne CO2 pro Kopf und Jahr reduziert werden.

Die Energiewende ist ein Innovationsprojekt für Schweizer KMU. Sie nutzt Energie effizient und schont Ressourcen. So steigt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, es werden zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen und die Umwelt wird entlastet.

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